| Rain For A Day - Die Band | |
Die Geschichte von RAIN FOR A DAY geht bis auf das Jahr 1994 zurück. Genauer gesagt auf den 15. Juli 1994, denn da lernten sich die damals gerade 18-jährige Sängerin Miriam Schell und der 22-jährige Musiker Matthias Harder kennen. Es war ein euphorischer Abend in einer kleinen Hamburger Vorstadt, an welchem beide jeweils mit ihren eigenen Bands im selben Club auftraten; Matthias damals als Drummer bei CHAMÄLEON, aus denen später die heutige deutsche Progressive Rock Größe SYLVAN heraus entstand. Wer hätte schon geahnt, wenn noch nicht einmal die beiden selbst, dass aus dieser Begegnung eine bis heute andauernde, hoffnungsvolle Verbindung werden sollte, ein Songschreiber-Gespann von immenser Emotionalität, Tiefe und klanglichem Spektrum. Mit dem jetzt erschienenen Album „Elemental“ zeigen Rain For A Day nicht nur die durch die Jahre gewonnene Reife, sondern auch eine beeindruckende Eigenständigkeit ihres Stils. Geprägt von nordischer Melancholie und dem nächtlichen Puls ihrer Heimatstadt Hamburg, lassen sie ihre Sehnsucht in einem unverwechselbaren Gefüge erklingen. Matthias Harders Kompositionen lieben die Verbindung süßer Melodien mit düster anmutenden Arrangements, die ihre Vollendung in epischen Szenarien finden. Sobald sich Miriam Schells Stimme mit ihrer zärtlichen Wärme und tröstenden Erzählung auf sie legt, entführt es einen in emotionale Landschaften voller Leidenschaft und Tiefe. In der Entwicklung von Rain for a day war Zeit schon immer ein wesentlicher Faktor. Wie die meisten Bands und Künstler durchwanderten sie Wellen der Euphorie sowie der Niedergeschlagenheit. Als die Plattenindustrie 1996 zum ersten Mal auf sie aufmerksam wurde, hatten sie gerade ihr erstes Album „Marbles“ in Eigenproduktion aufgenommen und eine kleine Auflage pressen lassen. Ein Vertrag war allerdings nicht in Sicht, lieber beäugte man ihre kommende Entwicklung. Als sie 1997 den John-Lennon Förderpreis erhielten, folgten daraus eine Reihe deutschlandweiter Konzerte als Duo u.a. im Schlossgarten Bellevue bei dem damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog, dem G8 Wirtschaftsgipfel in Köln, sowie einem exklusiven Auftritt in der VIP-Lounge von Eric Clapton während seines Berlin- Gastspiels der Welt-Tournee. 1998 stellten rain for a day dann ihr zweites eigenproduziertes Album „High on a hill“ fertig und wurden kurze Zeit später vom Starfotograph Jim Rakete vor die Linse geholt. In dieser Zeit versuchten Matthias Harder und Miriam Schell verstärkt, mit Hilfe des Produzenten Jens Lück und dem wenig später folgenden Angebot zur Teilnahme am deutschen Vorentscheid des Grand Prix D’Eurovision, ein breiteres Publikum anzusprechen. Verhandlungen mit der Industrie ergaben jedoch erhebliche Konflikte. Ein fremder Song sollte interpretiert, das Team ausgetauscht werden. Das Konzept überzeugte die beiden nicht ausreichend, um einen solchen Einschnitt zu rechtfertigen und läutete somit einen Wendepunkt ein. Miriam Schell und Matthias Harder zogen sich eine Weile zurück und sammelten Inspiration und Kraft. Beinahe drei Jahre dauerte dieser Prozess der Neuorientierung. Man machte sich frei vom dem Gedanken, einer bestimmten Zielgruppe gefallen zu müssen, schrieb neue Songs, mietete sich beim Produzenten Jens Lück ins Studio ein und nahm, unterstütz von einigen der besten Session- Musikern Hamburgs, ihr nun erschienenes Album „Elemental“ auf. Insgeheim bedeutet es ihre Selbstfindung und ihre Neugeburt.
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